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31.08.2017 Das Ende des Märchens von sauberen Sport- Gratiswetten auf Dopingfälle Die Süddeutsche Zeitung rückt eine Studie mit katastrophalen Ergebnissen in den Fokus. Der Sport im Allgemeinen und die Leichtathletik Disziplin kommen dabei nicht gut weg. Als die Dopingstudie angekündigt wurde, waren viele der Sportfans davon überzeugt, dass es unangenehme Überraschungen geben wird. Das tatsächliche Ergebnis war ein Schock. Denn etwa 40 Prozent der Athleten waren bei der Leichtathletik-WM im Jahr 2011 gedopt. Erkannt wurden nur 0,5 Prozent der Fälle in den einschlägigen Kontrollen. Der Sportwettenvergleich hat die Studie der Wissenschaftler der Universität Tübingen und der Harvard Medical School genauer angesehen. Erst nach einem langen juristischen Streit durfte die Doping-Studie mit den erschreckenden Zahlen veröffentlicht werden. Die Untersuchungen ergaben, dass 30 Prozent der mehr als 2.000 befragten Leichtathletik-WM-Teilnehmer von 2011 angaben, im Vorfeld der Wettkämpfe Dopingmittel genommen zu haben. Bei den Dopingkontrollen waren aber nur 0,5 Prozent der Tests positiv, was an den Testverfahren zweifeln lässt. Ein weiterer überraschender Wert sind die 45 Prozent von Wettkämpfern, die ebenfalls unter Wahrung ihrer Anonymität, Angaben bei den Pan-Arabischen-Spielen 2011 Dopingmittel verwendet zu haben. Die offizielle Statistik zeigt, dass bei dieser Großveranstaltung 3,6 Prozent der offiziellen Dopingproben positiv ausfielen. Diese umfangreiche Studie wurde von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) in Auftrag gegeben Trotz korrekter Durchführung und analytischen Ergebnissen verweigerten die WADA und der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) jahrelang, die Freigabe für eine Veröffentlichung. Die Resultate der repräsentativen Studie "Doping in Two Elite Athletics Competitions Assessed by Randomized-Response Surveys" durften nun aber doch nach langwierigen Verhandlungen in der Zeitschrift "Sports Medicine" veröffentlicht werden. Bereits im Jahr 2015 sickerten detaillierte Einzelheiten der Untersuchung in den USA und im Zusammenhang mit dem systematischen Doping in Russland an die Öffentlichkeit durch. Der volle Umfang der Dopingsituation war aber nicht zu erwarten. Bis zum Jahr 2015 war Lamine Diack auf dem Präsidentensitz der IAAF. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ermittelt die französische Justiz gegen den Senegalesen, unter anderem wegen der mutmaßlichen Verschleierung von Doping gegen hohe Geldbeträge. Die traurigen Ergebnisse der repräsentativen Studie "Doping in Two Elite Athletics Competitions Assessed by Randomized-Response Surveys" wurden nun letztendlich doch in der Zeitschrift "Sports Medicine" veröffentlicht. Die Studie der Wissenschaftler zeigt, dass bei der Leichtathletik-WM und bei den Pan-Arabischen Spielen insgesamt 2.167 Teilnehmer befragt wurden. Darunter befand sich auch die Frage, ob sie vor den Wettkämpfen gedopt hätten. Insgesamt starteten bei beiden Events 5.187 Sportler. Die Studie kann definitiv als repräsentativ bezeichnet werden. Diese Studie zeigt deutlich, dass durch biologische Tests von Blut- und Urinproben bei weitem nicht alle Dopingfälle entdeckt werden können. Die Publikation der Harvard Medical School in den USA beschreibt, dass die Athleten zahlreiche Wege gefunden haben, bei den Tests nicht aufzufallen. Die Studie beweist, dass die Tests unmittelbar vor und während eines Wettkampfes sehr wenig effizient sind. Bis zum jetzigen Zeitpunkt fielen durchschnittlich nur ein bis drei Prozent positiv auf. Zu diesem Zeitpunkt sind Dopingmittel oft nicht mehr biologisch nachweisbar. Denn die Einnahme erfolgte oftmals bereits lange vorher. Eine deutlich höhere Aufklärungsquote mit etwa 14 Prozent bietet der Vorschlag des sogenannten "Biologischen Pass". Dokumentiert würden Blut- und Hormonwerte der Sportler im Langzeitvergleich. Mit der Publikation der gesamten wissenschaftlichen Studie und den detaillierten Werten sollten die Wissenschaftler zu weiteren Forschungen zum Thema Doping im Profisport angeregt werden.
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